Linsen mit Dinkelspätzle und Wurzelgemüse
Schwaben ohne Saitenwürstle: Die Linsen bekommen ihre Tiefe aus gerösteten Wurzeln und einem Schuss Essig, die Spätzle werden aus Dinkelvollkorn geschabt. Bleibt säuerlich, deftig und ist trotzdem rein pflanzlich - bis auf die Eier im Teig.
- 70 Minuten
- 4 Portionen
- Hauptspeise
- vegetarisch
- nussfrei
- laktosefrei
- folatreich
- proteinreich
Zutaten
- 200 g Grüne Linsen (trocken gewogen, kein Einweichen nötig)
- 150 g Karotten (klein gewürfelt)
- 100 g Sellerie (Knollensellerie)
- 100 g Lauch (in Ringen)
- 100 g Zwiebel
- 25 g Apfelessig (erst am Ende - das Säuerliche macht das Gericht aus)
- 1 g Lorbeerblatt (ein Blatt)
- 25 g Rapsöl
- 300 g Gemüsebrühe
- 400 g Wasser (zum Auffüllen)
- 240 g Dinkelvollkornmehl (für den Spätzleteig)
- 165 g Eier (drei Stück, für den Teig)
- 4 g Salz
Zubereitung
- Zwiebel, Karotte, Sellerie und Lauch im Rapsöl bei mittlerer Hitze zehn Minuten rösten, bis die Würfel Farbe bekommen. Dieser Röstschritt ersetzt den Speck.
- Linsen zugeben, mit Brühe und Wasser auffüllen, Lorbeer einlegen.
- Zugedeckt 30 bis 35 Minuten köcheln, bis die Linsen weich sind, aber noch Form haben.
- Für die Spätzle Dinkelmehl, Eier, 100 ml Wasser und eine Prise Salz zu einem zähen Teig schlagen, bis er Blasen wirft. Zehn Minuten ruhen lassen.
- Teig portionsweise vom nassen Brett in siedendes Salzwasser schaben. Die Spätzle sind fertig, wenn sie oben schwimmen - mit dem Schaumlöffel abnehmen.
- Lorbeer aus den Linsen nehmen, Essig und Salz einrühren. Erst jetzt abschmecken - die Säure verschiebt alles.
- Linsen über die Spätzle geben.
Warum der Essig zum Schluss gehört
Säure härtet die Schale der Linse. Wer den Essig mitkocht, wartet doppelt so lange auf weiche Linsen - und schmeckt am Ende trotzdem weniger davon, weil ein Teil der Säure verkocht.
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